veröffentlicht am: Oktober 11, 2018

Millionen Arbeitnehmer*innen können aufatmen

PRESSEMITTEILUNG – Brüssel, 11. Oktober 2018

Arbeitnehmer*innen im Straßenbau, Bergbau und an anderen Arbeitsplätzen sind zukünftig erheblich weniger giftigen Dieselabgasen ausgesetzt. Auf die Forderung der Grünen/EFA-Fraktion einigten sich die Vertreter des Europäischen Parlaments, des Rats und der Europäischen Kommission soeben beim Abschluss der Verhandlungen über Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. In den nächsten zwei bis fünf Jahren werden die Abgasemissionen von Dieselmotoren im Straßenbau und im Bergbau schrittweise auf 0,5mg/m³ während acht Stunden begrenzt.

Terry Reintke, sozialpolitische Sprecherin der Grünen/EFA-Fraktion kommentiert:

„Millionen Arbeitnehmer*innen in der Europäischen Union können aufatmen, die Europäische Union liefert beim Gesundheitsschutz auf der Arbeit. Das Verhandlungsergebnis ist ein Plus für den Schutz der Gesundheit von Bauarbeiter*innen und Bergleuten. Diesel ist giftig, ob am Arbeitsplatz oder im Straßenverkehr. Der Arbeitsplatz darf kein Gefahrenort für tödliche Krankheiten sein.“

Hintergrund

Der Rat hatte sich anfangs geweigert, die Abgasemissionen von Dieselmotoren in den Geltungsbereich der Richtlinie über den Schutz der Arbeitnehmer*innen gegen Gefährdung durch Karzinogene oder Mutagene einzubeziehen. Karzinogene oder Mutagene sind polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Trichlorethylen, Methylendianilin, Epichlorhydrin, Ethylendibromid und Dichlorethylen.





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