ThemenEuropa
23. März 2016

Erkärung: Abstimmung zur Verordnung über Tierarzneimittel

In den letzten Tagen erreichten uns viele Zuschriften von Menschen, die negative Umweltauswirkungen der neuen Verordnung über Tierarzneimittel befürchten und nach Terrys Meinung zu diesem Thema fragen. Terry erklärt:

Auf EU-Ebene setzen wir uns im Europäischen Parlament dafür ein, dass die Verordnungsvorschläge der Europäischen Kommission für Tierarzneimittel und Arzneifuttermittel die richtigen Prioritäten setzen. Der Vorschlag der Europäischen Kommission fokussiert sich auf die Verkaufsinteressen der Pharmaindustrie und nicht darauf, die Verabreichung von Arzneimitteln möglichst einzudämmen. Mehr Auslauf für die Tiere und eine Verringerung der Viehdichte kämen der Gesundheit der Tiere zugute und würde die Arzneimittelverabreichung stark verringern.

In Zukunft muss auch geprüft werden, ob die Herstellung und Verwendung von Arzneimitteln negative Auswirkungen auf die Umwelt hat, wie zum Beispiel Wasserverschmutzung oder die Freisetzung gefährlicher Substanzen. Die Herstellung muss dann entsprechend angepasst werden. Für die meisten Krankheiten gibt es Alternativen zu Antibiotika. Es ist gut, dass die Mehrheit der Abgeordneten dem grünen Änderungsantrag gefolgt ist und homöopathischen Tierarzneimitteln in der EU-Verordnung keine erschwerten Anwendungsbedingungen auferlegt wurden.

Wir Grüne streiten für eine artgerechte Tierhaltung und stehen an der Seite von vielen Bäuerinnen und Bauern, die ihre Tiere mit so wenigen Antibiotika wie möglich aufziehen. Wir setzen uns dafür ein, eine lückenlose Transparenz der Tierarzneimittelströme zu schaffen und den Antibiotikamissbrauch durch strengere Haltungs- und Behandlungsvorschriften sowie verbindliche Antibiotikaleitlinien zu verhindern.

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