19. August 2015

Grüne Woche: Arbeitsmarktpolitik

Das war sie also nun: meine erste GRÜNE Woche. Das klingt für eine Politikerin der GRÜNEN vielleicht etwas ungewöhnlich, aber es war auf jeden Fall meine erste offizielle GRÜNE Woche. Im Europaparlament werden nämlich solche Wochen als grüne Wochen bezeichnet, an denen keine Sitzungen in Brüssel oder in Straßburg stattfinden. Für mich ist das eine Chance, eine ganze Woche im schönen Ruhrgebiet zu verbringen.

Los ging es am 27. Oktober beim Industrie- und Sozialpfarramt der evangelischen Kirche in Gelsenkirchen. Mit Dieter Heisig, dem Industrie- und Sozialpfarrer, habe ich mich über die großen Herausforderungen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik unterhalten. In diesem Zusammenhang haben wir auch über den „Gelsenkirchener Appell“ gesprochen. Ziel dieser Initiative ist es, Langzeitarbeitslose eine echte Perspektive zum Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Weiter ging es dann zum Mädchenzentrum. Seit 25 Jahren werden hier Mädchen und junge Frauen betreut und unterstützt. Das großartige Team des Mädchenzentrums hilft zum Beispiel bei der Lebensplanung, bei familiären Problemen, aber auch bei sexualisierter Gewalt, Essstörungen und selbstverletzendem Verhalten. Zudem gibt es sehr wichtige Angebote für Mädchen mit Behinderung. So zum Beispiel beim Kunstworkshop für Mädchen mit Körper- und Mehrfachbehinderung. Derzeit unterstützt das Mädchenzentrum auch ein Projekt zur Forschung im Bereich Gender in der Popmusik.

Zum Abschluss dieses spannenden Tages haben wir uns mit dem Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände Emscher-Lippe Michael Grütering getroffen. In erster Linie haben wir uns über das Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ausgetauscht. Ich halte es für sinnvoll, dass bei einem solchen Projekt alle Beteiligten in die Prozesse mit eingebunden sind und die Stadt, gemeinsam mit den Schulen und der Wirtschaft an einem Tisch sitzt, um Lösungen zu entwickeln. Etwas kontroverser ging es dann bei den Themen Mindestlohn und Generation Praktikum zu. Fest steht, dass es in diesen Bereichen einige Herausforderungen zu bewältigen gilt.

Auch die WAZ hat einen Bericht zu meinen grünen Tagen im Ruhrgebiet und meiner Arbeit als Gelsenkirchener Abgeordneten im Europaparlament veröffentlicht (Link).

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