veröffentlicht am: Juli 7, 2016

Von Orlando bis Istanbul: Der Kampf für Menschenrechte geht weiter!

Der tragische Anschlag in Orlando hat die Verwundbarkeit der LGBTIQ*-Community vor aller Augen geführt. Jetzt gilt es, unbeirrt den Kampf für gleiche Rechte fortzusetzen. In Istanbul wurde die Pride Ziel von staatlicher Willkür. Gemeinsam mit ihren türkischen Freund*innen und einer kleinen deutschen Delegation (Felix Banaszak, Leiter ihres Büros in Düsseldorf und Sprecher der GRÜNEN in Duisburg; Gönül Eglence, Sprecherin der GRÜNEN in Essen; Max Lucks, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW) war Terry vor Ort.

Bereits im letzten Jahr wurde, nachdem sie zwölf Jahre lang weitgehend störungsfrei stattfinden konnte und bis zu 80.000 Besucher*innen anzog, die Pride kurzfristig verboten – und fand am Ende dennoch statt. Dieses Jahr wurde sie bereits gut eine Woche vorher mit Blick auf den Fastenmonat Ramadan, vor allem aber mit dem Argument, die Sicherheit der Teilnehmer*innen könne nicht sichergestellt werden, abgesagt. Die Organisator*innen entschieden sich, statt einer Großdemonstration „auszuströmen“ und kleinere Aktionen zu veranstalten. Vor allem aber wollten sie ein Statement verlesen, um auf diesem Weg ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen. Auch dies wurde von der Polizei untersagt – und dann am Ende mit Gewalt verhindert. Insgesamt 29 Aktivist*innen wurden festgenommen; darunter auch Max und Felix. Zudem gab es erneut starken Einsatz von Tränengas, Gummigeschossen und Wasserwerfern. Alle Festgenommenen sind, nachdem sie kurz oder auch länger in Gewahrsam genommen wurden, wieder frei, aber die Aufklärung dieses Polizeieinsatzes steht noch aus. Und die politische Aufarbeitung sowieso.

Da die Organisator*innen der Pride durch den Polizeieinsatz gehindert wurden, ihr Statement abzugeben, trug Terry dies noch am selben Tag in Istanbul vor:

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